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Mitteleuropäische Mathematik-Olympiade: Deutsche Mathe-Talente holen drei Medaillen

Platz fünf im Teamwettbewerb

Zwei Silbermedaillen, eine Bronzemedaille und ein fünfter Platz in der Länderwertung: Die deutsche Mannschaft hat erfolgreich bei der 8. Mitteleuropäischen Mathematik-Olympiade (MEMO) in Dresden abgeschnitten. Die Mitglieder des Teams sind die erfolgreichsten Teilnehmer des Förderprogramms „Jugend trainiert Mathematik (JuMa)“, das Bildung & Begabung mit der Unterstützung der Karl Schlecht Stiftung durchführt.

Preisträger/Medaillen

Einzelwettbewerb

  • Pascal Hein, Trier (Silber)
  • Nicolas Köcher , Elze (Silber)
  • Max Aehle, Affalterbach (Bronze)

Teamwettbewerb
  • 1. Platz: Polen
  • 2. Platz: Ungarn
  • 3. Platz: Kroatien
  • 4. Platz: Slowakei
  • 5. Platz: Deutschland

MEMO 2014

Weitere Informationen und alle Ergebnisse finden Sie auf der Homepage der MEMO.

Hanns-Heinrich Langmann

Hanns-Heinrich Langmann

  • Leiter Bundesweite Mathematik-­Wettbewerbe
  • (02 28) 959 15-20

25.09.2014
Max Aehle (Affalterbach, Baden-Württemberg), Pascal Hein (Trier, Rheinland-Pfalz), Nicolas Köcher (Elze, Niedersachsen), Laura Lippert (Chemnitz, Sachsen), Meike Neuwohner (Jülich, Nordrhein-Westfalen) und Jamico Schade (Burglengenfeld, Bayern) hatten sich an die Spitze des JuMa-Rankings gerechnet. Und das die Förderung sich auszahlt, bewiesen sie jetzt in Dresden: Nicolas Köcher und Pascal Hein krönten ihre starke Leistung bei der Mitteleuropäischen Mathematik-Olympiade (MEMO) jeweils mit einem zweiten Preis und erhielten dafür eine Silbermedaille. Max Aehle räumte Bronze ab.

Meike Neuwohner und Jamico Schade wurden mit einer Anerkennungsurkunde ausgezeichnet. In der Teamwertung errang die deutsche Mannschaft den fünften Platz. Erster in der Länderwertung wurde das Team aus Polen vor Ungarn und Kroatien. Die Siegerehrung erfolgte im Rahmen eines Farewell-Dinners für alle Delegationen zum krönenden Abschluss der MEMO.

Komplexe Aufgaben

Die 8. MEMO fand vom 18. bis 24. September in Dresden statt. Die sechs deutschen Schüler wetteiferten mit Mathe-Talenten aus weiteren neun europäischen Ländern um die Medaillen. Die Olympioniken mussten ihre Fähigkeiten im Einzelwettbewerb in zwei Klausuren unter Beweis stellen. Dabei wurden ihnen komplexe Aufgaben aus den Bereichen Algebra, Kombinatorik, Geometrie und Zahlentheorie gestellt. Im Teamwettbewerb bearbeitete das gesamte Team zusammen mehrere Aufgaben. Hier waren vor allem Schnelligkeit, Präzision und Kreativität gefragt. Delegationsleiter des deutschen Teams waren mit Kevin Höllring und Theresa Lechner zwei erfolgreiche, ehemalige Teilnehmer bundesweiter und internationaler Mathematik-Wettbewerbe.

Die Mitteleuropäische Mathematik-Olympiade richtet sich an Schüler, die noch am Anfang ihrer internationalen Wettbewerbskarriere stehen. Das Ziel besteht darin, junge Talente auf die Internationale Mathematik-Olympiade (IMO) vorzubereiten – dem weltweit größten mathematischen Schülerwettbewerb. Die MEMO ist 2007 aus dem Österreich-Polen-Wettbewerb hervorgegangen, der Teilnehmerkreis besteht aus zehn Ländern: Deutschland, Kroatien, Litauen, Österreich, Polen, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn.

Weg ins MEMO-Team führt über "Jugend trainiert Mathematik"

In Deutschland führt der Weg ins MEMO-Team über das Förderprogramm „Jugend trainiert Mathematik (JuMa)“. Mit dem Angebot suchen Bildung & Begabung und die Karl Schlecht Stiftung bundesweit nach klugen Köpfen für die deutschen Olympiamannschaften. Durch Korrespondenzzirkel und Seminare werden mathematikbegeisterte Schüler der Klassen 7 bis 10 frühzeitig gefördert und an das internationale Spitzenniveau herangeführt. Sie lernen heuristische Prinzipien und Strategien kennen, die in der Schule nicht behandelt werden. Die sechs besten Teilnehmer der JuMa-Klasse 10/ 11 qualifizieren sich für die MEMO.

Den Erfolg der Nachwuchsförderung belegen zahlreiche Medaillen: Seit 2008 hat Deutschland bei der MEMO 31 Mal Edelmetall geholt, dreimal sogar Gold.
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