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Mehr Mathe für Mädchen

Ministerin Löhrmann fordert ein Umdenken der Gesellschaft / 15 deutsche Meister im Bundeswettbewerb Mathematik ausgezeichnet

NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann hat dazu aufgerufen, das Interesse von Mädchen für die Mathematik stärker zu fördern. „Sowohl die Mädchen als auch die Familien und die Gesellschaft müssen mit viel mehr Zuversicht an die Sache herangehen“, sagte Löhrmann am Donnerstag bei der Preisverleihung für die 15 Sieger des Bundeswettbewerbs Mathematik in Köln. Unter den ausgezeichneten Gewinnern waren 14 Schüler und eine Schülerin.

Die Bundessieger 2014

  • Max Aehle, Marbach**
  • Linus Behn, Bonn**
  • Fabian Burghart, Oberkochen
  • Leo Gitin, Leipzig ***
  • Branko Juran, Berlin
  • Tobias Kreutz, Lüdinghausen ***
  • Meike Neuwohner, Jülich
  • Matthias Paulsen, Miesbach
  • Stefan Rabenstein, Erlangen
  • Adrian Riekert, Pinneberg**
  • Felix Schremmer , Berlin
  • Nicholas Schwab , Lohr am Main
  • Jan Steinebrunner, Todtnau**
  • Jörn Stöhler, Kaufering ***
  • Ferdinand Wagner, Leipzig ***

** = zweimaliger Bundessieg
*** = dreimaliger Bundessieg

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Prominente Mathematikerin

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Hanns-Heinrich Langmann

Hanns-Heinrich Langmann

  • Leiter Bundesweite Mathematik-­Wettbewerbe
  • (02 28) 959 15-20

23.04.2015, Bonn / Köln
„Eine aktuelle Studie zeigt, dass Mädchen was die mathematischen Kompetenzen angeht, nicht schlechter sind als Jungs. Sie schätzen sich aber als schlechter ein“, sagte Löhrmann. Um Abhilfe zu schaffen, müsse sich die Haltung in der Gesellschaft, aber auch in der Familie und bei den Jugendlichen ändern. „Hier können auch Vorbilder helfen, erfolgreichen Frauen in Führungspositionen etwa. Da gibt es so viel Potenzial, was noch gehoben werden kann“, betonte die Ministerin.

Mehr Mädchen für Mathe motivieren: Bei der Preisverleihung diskutierten Prof. Dr. Andreas Schlüter vom Stifterverband, NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann, Moderator Jan-Martin Wiarda, Dr. Elke Völmicke vom Talentförderzentrum Bildung & Begabung sowie Dr. Nora Gürtler von Generali Deutschland (v.l.).
Der Bundeswettbewerb Mathematik ist ein Angebot von Bildung & Begabung, dem Talentförderzentrum des Bundes und der Länder. Er möchte Interesse und Freude an der Mathematik wecken und wach halten. Der Wettbewerb wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft. Partner sind die Generali Deutschland Holding AG, die die jährliche Preisverleihung ausrichtet, und der Arbeitgeberverband Gesamtmetall.

Über 1.200 Jugendliche aus ganz Deutschland hatten sich 2014 an dem Wettbewerb beteiligt. 15 von ihnen dürfen sich jetzt Bundessieger nennen: Fabian Burghart (Königsbronn, Baden-Württemberg), Branko Juran (Berlin), Meike Neuwohner (Jülich, Nordrhein-Westfalen), Matthias Paulsen (Miesbach, Bayern), Stefan Rabenstein (Erlangen, Bayern), Felix Schremmer (Jena, Thüringen) und Nicholas Schwab (Lohr am Main, Bayern) sicherten sich erstmals die Deutsche Mathe-Meisterschaft. Acht Schüler konnten ihren Titel aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigen: Max Aehle (Affalterbach, Baden-Württemberg), Linus Behn (Bonn, Nordrhein-Westfalen), Adrian Riekert (Pinneberg, Schleswig-Holstein) und Jan Steinebrunner (Todtnau, Baden-Württemberg) holten jeweils ihren zweiten Bundessieg. Leo Gitin (Leipzig, Sachsen), Tobias Kreutz (Essen, Nordrhein-Westfalen), Jörn Stöhler (Augsburg, Bayern) und Ferdinand Wagner (Leipzig, Sachsen) waren bereits zum dritten Mal erfolgreich.

Mathe-Meisterin Meike Neuwohner aus Jülich.
Die erstmaligen Sieger werden in die Förderung der Studienstiftung des deutschen Volkes aufgenommen und erhalten eine einjährige, kostenfreie Mitgliedschaft in der Deutschen Mathematiker-Vereinigung. Zusätzlich bekommen sie in den Sommerferien die Gelegenheit, am Max-Planck-Institut für Mathematik in Bonn mit internationalen Spitzenmathematikern zu forschen. Die mehrmaligen Bundessieger bekommen Geldpreise des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. „Die Bundessieger haben bewiesen, dass sie eigenständig und kreativ komplexe mathematische Probleme lösen können“, sagte Hanns-Heinrich Langmann, Leiter des Bundeswettbewerbs Mathematik. „Von der Zusammenarbeit mit den renommierten Wissenschaftlern am Max-Planck-Institut profitieren sie gleich doppelt: Sie erweitern ihre Kompetenzen und knüpfen Kontakte mit echten Koryphäen ihres Faches.“
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