Mathe auf Weltniveau:
Die Internationale Mathematik-Olympiade (IMO)

Diese Seite gibt einen Überblick über die Ziele und den Ablauf dieses internationalen mathematischen Schülerwettbewerbs. Näheres zur Auswahl der deutschen Mannschaft für die IMO finden Sie auf der Seite zum Auswahlwettbewerb.

IMO-Rückblicke

  • Jede Menge Zahlen: Die offizielle Website der IMO blickt in Statistiken bis ins erste IMO-Jahr 1959 zurück.

Hanns-Heinrich Langmann

Hanns-Heinrich Langmann

  • Leiter Bundesweite Mathematik-­Wettbewerbe
  • (02 28) 959 15-20

Carola von Hinüber

Carola von Hinüber

  • Bundeswettbe­werb Mathematik
  • (02 28) 959 15-20

Was ist die IMO?

Die Internationale Mathematik-Olympiade ist ein Klausurwettbewerb für Schülerinnen und Schüler, die Spaß am Lösen schwieriger mathematischer Aufgaben haben. Sie wurde 1959 auf Initiative Rumäniens ins Leben gerufen, und wird seitdem jährlich in einem anderen Gastland veranstaltet. Heute sind bei einer IMO über 80 Länder der ganzen Welt vertreten.

Welche Ziele verfolgt die IMO?

Die IMO möchte zur Förderung mathematisch interessierter und befähigter Schülerinnen und Schüler beitragen und ihnen Gelegenheit zum freiwilligen Leistungsvergleich auf internationaler Ebene geben. Neben dem fachlichen Wettstreit steht die Begegnung junger Menschen aus allen fünf Kontinenten mit dem Ziel der Völkerverständigung im Vordergrund. Daher findet außer den Klausuren auch immer ein umfangreiches Rahmenprogramm für die Delegationen statt.

Wer kann an der IMO teilnehmen?

Nach dem seit vielen Jahren geltenden Reglement kann jedes teilnehmende Land eine Delegation bestehend aus sechs Schülerinnen und Schülern, einem Delegationsleiter und einem stellvertretendem Delegationsleiter zur IMO entsenden. Der Wettbewerb selbst ist aber ein Einzelwettbewerb. Die Teilnehmer dürfen zum Zeitpunkt der Klausuren nicht älter als 20 Jahre sein und dürfen noch keine universitäre Ausbildung begonnen haben.

Wie läuft die IMO ab?

An zwei aufeinanderfolgenden Tagen findet jeweils eine viereinhalbstündige Klausur statt, in der jeder Teilnehmer bzw. jede Teilnehmerin je drei Aufgaben lösen muss. Aufgabenvorschläge für die Klausuren werden von den Teilnehmerländern vor der IMO bei dem gastgebenden Land eingereicht, das eine Vorauswahl trifft. Unter den vorausgewählten Aufgaben fällt die internationale Jury, in die jedes Land einen Vertreter bzw. eine Vertreterin entsendet, zu Beginn der IMO die endgültige Entscheidung über die sechs Klausuraufgaben, ihre Reihenfolge und Punktbewertung. Die Korrektur und Bewertung der Lösungen nehmen die jeweiligen Delegationsleiter und -leiterinnen vor. Sie wird von Mathematikern des gastgebenden Landes, den "Koordinatoren", mit der Korrektur der übrigen Lösungen abgestimmt. Dabei wird auch die Punktbewertung endgültig festgelegt.

Was gibt es zu gewinnen?

Bei der IMO werden Gold-, Silber- und Bronzemedaillen in der Einzelwertung sowie Sachpreise vergeben.

Literatur

Eine Chronik aller deutschen IMO-Mannschaften von 1959 bis 1998 finden Sie in dem Buch "The German Teams at the International Mathematical Olympiads 1959-1998" herausgegeben von W. Engel, H.-D. Gronau, H.-H. Langmann und H. Sewerin in der Schriftenreihe von Bildung und Begabung e.V. Das Buch enthält auch eine Übersicht über alle Länder, die von 1959 bis 1998 an der IMO teilgenommen haben, sowie das derzeit gültige Reglement für die IMO. Es ist bei der Geschäftsstelle erhältlich.